
Keine andere Analysenmethode hat in den letzten Jahren in der Rückstands- und Kontaminantenanalytik so stark an Bedeutung gewonnen, wie die LC-MS bzw. LC-MS/MS, also die Kopplung der Massenspektrometrie mit der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC). Die LC-MS ist für viele analytische Fragestellungen die Methode der Wahl, da die benötigte Selektivität und Sensitivität oftmals nur durch den Einsatz von LC-MS erreicht werden kann.
Da dies auch ganz besonders für die Analytik an komplexen pflanzlichen Matrices gilt, hat PhytoLab im November 2008 die Kapazitäten im Bereich LC-MS mit der nunmehr 5. Anlage erneut erweitert, um den Anforderungen des Marktes noch besser gerecht zu werden. Zum Einsatz kommt diese hochempfindliche Technik bei PhytoLab vor allem im Bereich der Kontaminanten-Analytik mit einem Schwerpunkt auf der Untersuchung von Pestizidrückständen und Mykotoxinen. Darüber hinaus führen wir auch weitere Bestimmungen mit LC-MS durch, bei denen hohe Empfindlichkeit und Selektivität unabdingbar sind. Beispiele hierfür sind die Prüfung chinesischer Arzneipflanzen (TCM) auf Aristolochiasäure, die Bestimmung von Acrylamid oder die Bestimmung von Anisatin zum Nachweis von toxischen Verfälschungen wie Shikimi (Illicium anisatum) in echtem Sternanis (Illicium verum).
Neben dem Einsatz in der Routine-Analytik wird ein signifikanter Anteil der Kapazitäten im Bereich LC-MS auch für Methodenentwicklung eingesetzt. Einerseits um bestehende Methoden wie z.B. die Bestimmung von Pestiziden zu verbessern bzw. das damit verbundene Analysenspektrum zu erweitern. Andererseits aber auch bei der Entwicklung neuer Methoden. Hier ist das Anwendungsfeld sehr breit, und geht von der einfachen Entwicklung von Methoden bei der die hohe Empfindlichkeit der LC-MS benötigt wird bis hin zu komplexen Entwicklungen oder der Identifizierung und Charakterisierung phytochemischer Marker.
Ein weiteres Einsatzgebiet der LC-MS stellt der Identitätsnachweis von Referenzsubstanzen dar. So ist die massenspektrometrische Charakterisierung unserer phyproof® Referenzsubstanzen auch ein obligatorischer Bestandteil der umfassenden Primärstandard-Dokumentationen, die wir unseren Kunden für Arzneimittel-Zulassungsverfahren anbieten.