
Große Kundenveranstaltung bei PhytoLab: Rund 100 Gäste aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie aus der MB-Gruppe waren am 20. April angereist, um sich über die Zukunft der Phytopharmaka und über die strategische Ausrichtung von PhytoLab zu informieren.
Bei der heutigen Veranstaltung geht es um die Zukunft von PhytoLab. Die Laborgesellschaft ist das wissenschaftliche Kompetenzzentrum unserer Firmengruppe und steht für die Sicherheit unserer Produkte.\ Mit diesen Worten eröffnete Albert Ferstl im "Forum" der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf das Symposion und stellte die neue Markenpolitik des Unternehmens vor. Auf der phyto future-Veranstaltung wurde den Kunden auch die neue PhytoLab Führungsorganisation nach dem Ausscheiden von Dr. Lothar Kabelitz vergegenwärtigt. Die Nachfolgeregelung bei PhytoLab aus den eigenen Reihen gewährleistet zum einen die Kontinuität in der Qualität der PhytoLab-Dienstleistungen und zum anderen die Innovationskraft, mit der PhytoLab mit seinen 135 Mitarbeitern die Marktführerschaft bei den Dienstleistungen der fünf Marken - phycheck, phytrace, phyproof, phyreg und phyguard - beansprucht.
Der phyto future-Tag demonstrierte die wissenschaftliche Kompetenz von PhytoLab mit Vorträgen zur Zukunft von Phytopharmaka. Cornelia Höhne sprach über die wachsenden Qualitätsansprüche an pflanzliche Produkte und beleuchtete den Wandel in den gesetzlichen Anforderungen. Für Lebensmittel tritt am 1. Juli 2007 die europäische Health Claims Verordnung in Kraft, die Nachweise für Wirkversprechen bei Nahrungsmitteln einfordert. Damit findet die Säule Wirksamkeit, bisher den Arzneimitteln vorbehalten, auch im Lebensmittelsektor Zugang. Aktuelle GMP-Anforderungen, „Product Quality Reviews“ und Qualitätsmanagementsysteme fordern eine immer höhere Produktqualität, so ihr Fazit. Hier gelte es, das rechte Maß für Qualität zu finden. Dr. Hartwig Sievers widmete sich der Frage nach neuen Märkten für Phytopharmaka. Veränderte Rahmendbedingungen wie der Wegfall der Erstattungspflicht und wachsende Zulassungsanforderungen engen den Spielraum für Phytopharmaka-Hersteller immer weiter ein. Dr. Hartwig Sievers zeigte in seinem Beitrag daher Handlungsoptionen für Phytopharmaka-Hersteller auf. Er warnte vor einem übereilten Umstieg auf Nahrungsergänzungsmittel. Nachhaltige Optionen bieten dagegen die Fokussierung auf Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen, auf Indikationen oder Zielgruppen ebenso wie die Erschließung neuer Märkte mit hoher Phyto-Akzeptanz.
Die positive Perspektive für Phytopharmaka unterstrich Prof. Dr. med. Fritz Beske, ein Experte der Gesundheitssystemforschung. Er beleuchtete die Perspektiven des Gesundheitssystems. Sein Fazit: Durch die Gesundheitsreform wird der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen stark eingeschränkt. Als Konsequenz nimmt die Eigenbehandlung von Patienten mit frei verkäuflichen Produkten zu – eine Chance für die Hersteller von Phytopharmaka. Auch im demographischen Wandel sieht Beske eine Chance für pflanzliche Arzneimittel mit vorbeugender Wirkung.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. med. Fritz Kemper, dem Experten in der Phytowelt und Vorsitzenden der Gesellschaft für Phytotherapie. Mit einer Führung durch die Labors der instrumentellen Analytik im PhytoLab-Neubau begann das Programm und der Tag klang mit einer festlichen Abendveranstaltung aus, bei der Dr. Lothar Kabelitz im Kreise der PhytoLab-Kunden verabschiedet wurde. Das Symposion stärkte die Erkenntnis, die Prof. Kemper abschließend zusammenfasste: „Innovation ist der Weg, und Phytos sind future!“