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Glufosinat und seine Metaboliten: Bedeutung und regulatorischer Rahmen

Glufosinat ist ein nicht selektives Herbizid, das weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Seine hohe Wasserlöslichkeit und ausgeprägte Polarität führen dazu, dass es sich analytisch deutlich von lipophileren Wirkstoffen unterscheidet.

Nach der Applikation kann Glufosinat in Pflanzen, insbesondere in toleranten oder resistenten Kulturen, teilweise zu N-Acetyl-Glufosinat (NAG) metabolisiert werden. MPPA tritt sowohl als Metabolit in Pflanzen als auch als Abbauprodukt in der Umwelt auf.

Im regulatorischen Kontext werden Glufosinat, NAG und MPPA in der Europäischen Union gemäß Verordnung (EG) Nr. 396/2005 gemeinsam im Rahmen einer Rückstandsdefinition bewertet und gegen die jeweils gültigen Höchstgehalte (MRLs) beurteilt.

 

Die aktuelle Rückstandsdefinition lautet:

„Glufosinat (Summe der Glufosinat Isomere, ihrer Salze und ihrer Metaboliten 3-[Hydroxy(methyl)phosphinoyl]propionsäure (MPP) und N-Acetyl-Glufosinat (NAG), ausgedrückt als Glufosinat).“

Für analytische Labore ergibt sich daraus die Notwendigkeit, alle drei Verbindungen zuverlässig und quantitativ zu erfassen, um eine korrekte Bewertung gegenüber den gesetzlichen Höchstgehalten zu ermöglichen.

 

Analytische Herausforderungen bei getrockneten pflanzlichen Matrices

Getrocknete pflanzliche Matrices wie Kräuter, Tees, Gewürze oder Nahrungsergänzungsmittel stellen eine besonders anspruchsvolle Probenart dar.

Durch den Trocknungsprozess kommt es zu einer deutlichen Anreicherung matrixeigener Inhaltsstoffe, darunter sekundäre Pflanzenstoffe, Pigmente oder anorganische Salze. Diese Konzentration der Matrix führt häufig zu ausgeprägten Matrixeffekten in der LC-MS/MS Analytik, insbesondere zu Ionensuppression oder Ionenverstärkung. Dadurch kann die Quantifizierung polarer Pestizide erheblich beeinflusst werden.

Gleichzeitig liegen Glufosinat, NAG und MPPA in diesen Matrices häufig in sehr niedrigen Konzentrationen vor, oft im Bereich weniger µg/kg.

Zusätzlich erschwert die starke Polarität der Zielanalyten die chromatographische Trennung auf klassischen Reversed Phase Säulen. Phosphorhaltige Verbindungen wie Glufosinat und MPPA können außerdem mit metallischen Oberflächen interagieren. Dies kann zu Adsorption, Signalverlusten und damit zu systematisch zu niedrigen Messergebnissen führen.

 

Probenvorbereitung als entscheidender Erfolgsfaktor

Vor diesem Hintergrund kommt der Probenvorbereitung eine zentrale Bedeutung zu.

Klassische Multirückstandsmethoden wie QuEChERS sind primär auf weniger polare Pestizide ausgelegt und stoßen bei der Analyse von Glufosinat und seinen Metaboliten häufig an ihre Grenzen.

Für die Analyse polarer Pestizide hat sich daher insbesondere die QuPPe Methode (Quick Polar Pesticides) als etablierter Standard entwickelt. Diese Methode wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht eine zuverlässige Extraktion stark polarer Analyten.

Bei getrockneten pflanzlichen Matrices ist zudem eine gründliche Homogenisierung entscheidend, um repräsentative und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Je nach Matrix können zusätzliche Clean up Schritte erforderlich sein, um störende Begleitstoffe zu entfernen, ohne dabei Verluste der hochpolaren Zielanalyten zu verursachen.

 

LC-MS/MS als analytisches Kerninstrument

Die LC-MS/MS bietet durch ihre hohe Empfindlichkeit und Selektivität ideale Voraussetzungen für die Bestimmung von Glufosinat, NAG und MPPA.

Zur Verbesserung der Retention werden häufig HILIC Säulen oder speziell modifizierte Reversed Phase Materialien eingesetzt, um eine ausreichende chromatographische Trennung von Matrixbestandteilen zu ermöglichen.

Die Detektion erfolgt in der Regel im negativen Elektrospray Ionisationsmodus unter Verwendung substanzspezifischer Massenübergänge, die eine eindeutige Identifizierung und Quantifizierung erlauben.

Matrixeffekte bleiben jedoch ein zentrales Thema. Der Einsatz isotopenmarkierter interner Standards ist daher insbesondere bei hochpolaren Pestiziden in der Routineanalytik nahezu unverzichtbar. Sie kompensieren Signalunterdrückungen oder Signalverstärkungen und verbessern damit die Genauigkeit der Messungen.

 

Erfahrungen aus Entwicklungs- und Routineanalytik

Erfahrungen aus der Methodenentwicklung und Routineanalytik zeigen, dass Glufosinat Rückstände besonders häufig in Schwarztee nachgewiesen werden.

Die gemessenen Gehalte liegen dabei überwiegend im Bereich von etwa 0,01 mg/kg bis 0,1 mg/kg. In Einzelfällen können auch höhere Konzentrationen auftreten, die den für diese Matrix geltenden gesetzlichen Höchstgehalt erreichen oder überschreiten.

Neben Schwarztee zählen auch Fenchel, Kamille und Paprika sowie daraus hergestellte Produkte zu den Matrices, in denen vergleichsweise häufig Glufosinat Rückstände nachgewiesen werden.

 

Fazit

Die analytische Bestimmung von Glufosinat, NAG und MPPA in getrockneten pflanzlichen Matrices ist anspruchsvoll, mit modernen LC-MS/MS Methoden jedoch zuverlässig realisierbar.

Die Kombination aus geeigneter Probenvorbereitung, angepasster Chromatographie und massenspektrometrischer Detektion bildet die Grundlage für eine robuste Analytik.

Angesichts komplexer pflanzlicher Matrices und steigender regulatorischer Anforderungen bleibt eine sorgfältige Methodenetablierung entscheidend, um eine verlässliche Rückstandsüberwachung und Qualitätssicherung pflanzlicher Rohstoffe zu gewährleisten.

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